zurück

 

Typ VII

 

 

Original:

Zum Vorbild dieses Modell kann ich nur wenig berichten, was nicht schon bekannt wäre. Sowohl das Modell, als auch das Original gehören zu den am meisten gebauten U-Booten der Welt. Anfänglich als Überwasserschiff geplant, welches auch tauchen kann wurde es im Verlauf des Krieges nötig, immer öfter unter Wasser zu operieren. Dies führte dazu, dass gerade dieser Bootstyp ständigen Veränderungen unterworfen war.

Das einzig noch existierende Boot ist in Laboe bei Kiel zu besichtigen.

  

 

Modell:

Eigentlich wollte ich mir irgendwann einmal ein Typ VIIc für den Eigengebrauch bauen, aber es kam, wie so oft, anderes. Eines Tages rief mich derjenige an, dem ich meine Typ XXI verkauft hatte und fragte mich, ob ich ihm bei einem kleinen Problem helfen könnte. Er habe sich einen "fast" fertigen Bausatz von der Robbe Typ VII bestellt und hätte gerne, da er wenig Zeit hat, dass ich ihm das Boot fertig baue.

Nicht ahnend, was da auf mich zukommen würde, willigte ich schließlich ein.

Das "fast" fertige Modell entpuppte sich als absolute Katastrophe. Derjenige der das verbrochen hatte, hat ganze Arbeit geleistet. Das Deck erinnerte eher an eine Spirale, als an ein U-Bootdeck, von der Verarbeitung mal ganz zu schweigen. Was mich besonders wunderte war, dass diese ahme Seele irgendwelche Aggressionen an der nun nicht mehr Dichtkappe des Hecks ausleben musste.

     

        

Noch nicht wissend, wieviel Arbeit da auf mich zukommen würde macht ich mich zuerst ans Werk, dass Boot wieder dicht zu bekommen. Dazu musste ein etwa 1mm dicken Schott vor das Heck geklebt werden, welches ich extra dafür zuschneiden musste. Nachdem das getan war konnte ich mich um die Technik kümmern. Der Technikträger musste, wie so vieles Andere auch, komplett neu verklebt werden. Dann die Motoren noch entstören und die RC-Anlage einbauen. Nachdem das geschafft war, kümmerte ich mich um die Ansteuerung der vorderen Tiefenruder. Diese werden nun, wie bei der Typ XXI, über einen extra Servo in einem separaten Druckkörper angesteuert.

Nun konnte ich mich so langsam den nicht mehr vorhandenen Details widmen. Der Turm sah am schlimmsten aus und hatte eine Überholung dringend nötig. Aber auch ansonsten stand es nicht so gut um das Boot. Nach einiger Zeit und etlichen Nervenzusammenbrüchen sah das Boot dann auch von außen wieder gut aus.

Fast fertig dachte ich, da erreichte mich die Nachricht, dass mein Kunde auch noch gerne den Nietensatz von Dream-Arts auf dem Boot hätte. Also eben ins Internet gegangen, die Nieten bestellt und es geschah erst einmal nichts. Nach einiger Zeit kamen sie dann doch. Also dachte ich mir, schnell die Nieten aufkleben, dem Kahn lackieren und weg damit.

Aber denkste.

Die Sch...dinger wollten nicht halten. Das Ende vom Lied sah so aus, dass ich nur einen Bruchteil der ursprünglichen Nieten anbringen konnte. Aber mein Kunde war am Ende zufrieden. 

 

     

     

 

zurück